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I. Um ein Praktikum im „Mikrokosmos“ der Europäischen Union in Brüssel zu absolvieren, stehen verschiedene Wege offen. Interessierten stehen die Praktikantenprogramme verschiedener europäischer Institutionen zur Verfügung. Hierzu ist anzumerken, dass es kein einheitliches Bewerbungsverfahren gibt. Man sollte sich aber von der Vielzahl der Programme nicht abschrecken lassen, denn eines ist klar: Ein Praktikum „in Europa“ lohnt sich! Ich empfehle jedem Bewerber, sich vorher genau über die einzelnen Institutionen und Tätigkeitsbereiche und natürlich über eventuelle Bewerbungsfristen zu informieren. Ist die Entscheidung gefallen, können Sie sich über den genauen Ablauf der Bewerbung (Auswahlverfahren, Dauer, Einsatzbereiche etc.) auf den Internetseiten der jeweiligen Institution informieren:
Obwohl die meisten Praktikanten aus dem Bereich Jura, Politikwissenschaften und Wirtschaft kommen, sind selbstverständlich auch Bewerber anderer Fachrichtungen herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Hat man die Bewerbungsunterlagen an die zuständigen Stellen versandt, erhält man einige Zeit nach dem offiziellen Bewerbungsschluss eine Eingangsbestätigung. Danach wird die Bewerbung einem sog. Vorauswahlausschuss zugeleitet, der eine erste Selektion der Bewerbungen nach inhaltlichen Kriterien, wie Übereinstimmung der Hochschulausbildung mit der gewählten Institution bzw. Unterabteilung, Noten, Zusatzqualifikationen, etc. vornimmt. Haben Sie diese Hürde genommen, neigt sich das Bewerbungsverfahren dem Ende zu: Es folgt die Aufnahme in eine Datenbank, das sog. „Blaue Buch“, aus dem sich einzelne Dienststellen geeignete Bewerber heraussuchen können. II. Praktikum im Europäischen Parlament 1. FRAKTION
Die Höchstdauer des Praktikums beträgt drei Monate. Die Anzahl der Praktikantinnen/Praktikanten ist im Praktikumszeitraum von je drei Monaten auf zehn beschränkt.
EVP-ED-Fraktion – PRAKTIKA ASP 1H241 Europäisches Parlament Rue Wiertz B- 1047 BRÜSSEL oder: EPP-ED-Stages@europarl.europa.eu 2. ABGEORDNETENBÜROS Soweit es die Kapazitäten erlauben, bieten auch die Europaabgeordneten Praktikumsplätze in ihren Büros, in der Regel in Brüssel, an. Hierzu reicht zunächst eine formlose Bewerbung, am besten mit Angabe des gewünschten Praktikumszeitraumes. Letzterer kann natürlich nicht in den Parlamentsferien liegen! Die Abgeordnetenbüros informieren gegebenenfalls darüber, welche weiteren Unterlagen erforderlich sind. Eine Bezahlung ist hier aber nicht selbstverständlich, da die Mittel hierfür oft nicht ausreichen! III. Praktikum bei Ständigen Vertretungen in Brüssel Auch die ständigen Vertretungen der Mitgliedstaaten, Bundesländer und Regionen vergeben Preaktikumsplätze. Die Bewerbungsverfahren hierzu sind sehr unterschiedlich und müssen bei den einzelnen Stellen erfragt werden:
IV. Praktikum bei weiteren Organisationen Außerhalb der politischen Institutionen existiert eine äußerst vielfältige Landschaft verschiedener Lobby-Gruppen in Brüssel (PR-Agenturen, Unternehmensberatungen, Rechtsanwaltskanzleien, Verbände, NGO's etc.) die oftmals Möglichkeiten anbieten, ein Praktikum zu absolvieren. Die Internetseite Eurobrussels schafft einen guten Überblick über Praktikumsmöglichkeiten im Umfeld der EU: http://www.eurobrussels.com/internships.php Hilfreich ist auch ein Blick in das Register der Interessenvertreter beim Europäischen Parlament oder dem Register der Interessenvertreter bei der Europäischen Kommission. Auf diese Weise erfährt der Praktikumsinteressierte, welche Lobby-Gruppen es gibt und kann dort gezielt nach freien Stellen fragen. |


